Mitteilung

Nachrichtenblatt, 1. Jg., Nr. 41

Da meine physische Körperverfassung gegenwärtig jedes Reisen - für längere Zeit - unmöglich macht, so sah ich mich genötigt, den Berliner Freunden anzukündigen, dass sie zu meinem größten Bedauern auf meine Gegenwart bei ihren Oktober-Veranstaltungen nicht rechnen können.*)

Rudolf Steiner.

*) Vielleicht darf ich bei dieser Gelegenheit eine Bitte an unsere lieben Freunde aussprechen. Ich möchte nicht, dass meine physische Körperverfassung Gegenstand von allerlei Ideen werde. Es handelt sich darum, dass, während ich den eigentlichen Kurs-Tätigkeiten, die so umfangreich in den letzten Monaten waren, durchaus gewachsen war, ich den Bogen meiner physischen Tätigkeit überspannen musste durch die übergroßen Forderungen, die neben der Kurstätigkeit aus der Mitgliedschaft kamen. Das hat dazu geführt, dass ich jetzt, während ich jeder geistigen Betätigung voll nachkommen könnte, physisch nicht einmal das Allergeringste vermag, sondern hoffen muss, dass der einzigartigen opfervollen Pflege meiner lieben Freundin Dr. Ita Wegman und ihres treuen Helfers, Dr. Noll, es gelingen werde, mir bald wieder auch ein physisches Tun, ohne das ja leider auf Erden das Geistige nicht wirken kann, wenigstens bis zu einem Maße zu ermöglichen. - Man denkt eben nicht oft daran, was von außen bewirkte Überbürdung in Bezug auf Zeit bei jemand, der in geistgetragener Tätigkeit ist, für verheerende Folgen haben kann, und wie wenig Autofahren hilft, wenn die bedingte Zeitersparnis in die Programme eingerechnet werden muss. Aber zuletzt muss ja alles das schicksalsgemäß (karmisch) empfunden werden.

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