Zu «Die Kernpunkte der sozialen Frage»
Ankündigung für den Buchhandel 1919
In diesem Buche wird die soziale Frage auf dem Grunde der wirklichen Lebensforderungen der Gegenwart und im Hinblicke auf die in den laut sprechenden Tatsachen sich offenbarende geschichtliche Weltlage behandelt. Jeder utopistische Charakter wird vermieden und nur von Lösungsmöglichkeiten gesprochen, die im Bereiche des unmittelbar Möglichen liegen. Dem Verfasser ist die soziale Frage eine Wirtschafts-, Rechts- und Geistesfrage; er sucht ihr durch diese Dreigliederung allseitig beizukommen. Er ist der Ansicht, dass aus den Wirren der Gegenwart nur herauszukommen ist durch den Übergang zu einer einschneidenden Wahrnehmung dessen, was gegenwärtig von der Entwicklung der Menschheit selbst gefordert wird. Die Weltkatastrophe lehrt: man solle auch den Mut und die Kraft finden, zu Ideen zu kommen, die mit Hergebrachtem im weitesten Sinne brechen. Wer das Buch liest und nur längst Gewohntes drinnen finden wird wollen, der wird kaum zu seinem Rechte kommen. Wer lesen will über die Lebensbedingungen der sozialen Menschenzukunft, wird manches finden.