Notes from Mathilde Scholl 1904–1906

GA 91 — 5 September 1906

15. Elias

Elias erkannte den göttlichen Geist in stillem, sanftem Sausen, heißt, dass er durch sein eigenes ruhiges, rhythmisches Atmen in Verbindung trat mit dem Göttlichen.

Das höhere Selbst des Menschen ist verkörpert in der Luft. Durch das Atmen atmet der Mensch das höhere Selbst ein.

Aber solange seine Leidenschaft tobt, kann er Gott nicht erkennen, nicht im Sturmwind und im Brausen. - Erst wenn er so in innerer Harmonie ist, dass sein Atmen sich dem Weltprozess rhythmisch einordnet, dann kann er sich seines höheren Selbstes ganz bewusst werden. - Dass Raben dem Elias Speise brachten, heißt, dass Wesen der Luft ihn belehrten, mit Weisheit aus den höheren Welten erfüllten. Sowohl die Speisung durch Raben als auch das Erkennen Gottes im sanften Lufthauch, das war eine Einweihung.

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