Bildhafte Vorstellungen als notwendiges Erziehungsmittel zur Geistesschulung
Es gab in den okkulten Schulen Anleitungen, die Zahlenwerte nach und nach kennenzulernen. So lehrte man die Bedeutung der Dreizahl, indem man sagte: Fassen wir einmal die Entwickelung der Pflanze ins Auge, da haben wir auf dreierlei zu achten. Fangen wir zunächst an beim Pflanzenkeim. Sie haben einen unscheinbaren, kleinen Pflanzenkeim, aus diesem entwickelt sich nach und nach die Pflanze. Wir können das zeichnerisch so darstellen, daß wir den Pflanzenkeim strahlenförmig auseinandergehen lassen, bis zu Blättern, Blüten und Frucht. Nun ist der Keim zur Pflanze und dann aus der Pflanze wiederum der Pflanzenkeim geworden. Was in der Pflanze auseinandergewickelt zu Blättern, Blüte und Frucht geworden ist, das alles ist im Keim zusammengewickelt, es ist gleichsam hineingeschlüpft in den Keim. In einer entwickelten Pflanze ist alles im Sinnlichen offenbart. Dann geht das Sinnliche in ein ganz Rleines hinein, in den Keim. Da haben wir im Keim das Sinnliche so klein wie möglich, das Geistige so groß wie möglich.
Cite:
GA 101/1907-12-29/p028 · edition original