Bildhafte Vorstellungen als notwendiges Erziehungsmittel zur Geistesschulung
Betrachten wir nun wieder die menschliche Seele, wie sie lebt zwischen Geburt und Tod. Da hat sie ausgebreitet, was sie mitgebracht hat als Früchte einer vorhergehenden Verkörperung. So wie auf das unbewußte Pflanzenleben äußere Einflüsse einwirken, so erfährt der Mensch im Leben zwischen Geburt und Tod bewußt die mannigfachsten Einflüsse von außen. Und alles, was er da erfährt, das war im Keim noch nicht veranlagt; es ist etwas ganz Neues, eine Bereicherung, deren Früchte der Mensch wieder mitnimmt in ein späteres Leben, in eine folgende Inkarnation. Was in der alten Pflanze veranlagt war, wirkt in der neuen Pflanze fort; aber in der Ausgestaltung der neuen Pflanze zeigt sich noch etwas, was in der alten Pflanze nicht gelegen hat.
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GA 101/1907-12-29/p030 · edition original