Neunter Vortrag

GA 112/1909-07-02/p026 ·1909-07-02 · original (original)
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So haben wir in dem ersten Zeichen durch die ganze Konstellation der Verhältnisse gezeigt, wie aus den Zusammenstimmungen der Seelen heraus, aus dem, was noch geknüpft ist an die Blutsbande, in die physische Welt hineingewirkt wird. Es war das erste Zeichen, das geschehen ist und wo die Kraft des Christus im Mindestmaße gezeigt wird. Sie brauchte noch die Verstärkung durch den Zusammenhalt mit den seelischen Kräften der Mutter, und sie brauchte die Verstärkung durch die im Wasser mit der Natur noch vereinigten Kräfte, die noch darinnen sind, wenn man das Wasser frisch geschöpft hat. Im Mindestmaße tritt uns hier die wirkende Kraft der Christus-Wesenheit entgegen. Aber besonders wird Wert darauf gelegt, daß die Christus-Kraft hinüberwirkt auf die andere Seele und aus dieser anderen Seele, die dazu geeignet ist, Wirkungen herausruft. Das ist das Wesentliche, daß die Christus-Kraft gerade die Macht hat, die andere Seele geeignet zu machen, so daß die Wirkungen eintreten. Sie hatte die Hochzeitsgäste dazu geeignet gemacht, daß sie auch das Wasser als Wein empfanden. Ein jegliches aber, was eine wirkliche Kraft ist, verstärkt sich in seiner Wirkung selber. Indem der Christus das zweite Mal diese Kraft auszuüben hat, ist sie schon stärker. Wie sich die einfachste Kraft durch Übung verstärkt, so verstärkt sich besonders eine geistige Kraft, wenn sie einmal mit Erfolg angewendet wird.

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Cite: GA 112/1909-07-02/p026 · edition original