Neunter Vortrag

GA 113/1909-08-31/p011 ·1909-08-31 · original (original)
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Aber es ist auch ein inneres Verhältnis in bezug auf Raum und Zeit; dieses kann ich Ihnen nur ganz skizzenhaft andeuten. Und das will ich so machen, wie man es in der Regel in den Mysterien gemacht hat, um anzudeuten das Kosmische in dem Verhältnis von Zwölf und Sieben. Man hat gesagt: Wenn man den Weltenraum nicht betrachtet als etwas Abstraktes, sondern so, daß man die irdischen Verhältnisse wirklich auf diesen Weltenraum bezieht, so muß man diese Verhältnisse auf jenen Umkreis beziehen, indem man sich die zwölf Grundpunkte des Tierkreises denkt als Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische. Diese zwölf Grundpunkte des Tierkreises, sie waren zu gleicher Zeit das wirkliche, reale Weltensymbolum für die urältesten göttlich-geistigen Wesenheiten, in dem man sich in einer gewissen Weise die Wirklichkeit entsprechend gedacht hat. Schon als die Erde verkörpert war im alten Saturn, wirkten diejenigen Kräfte, die aus diesen zwölf Richtungen herkommen, auf diesen alten Saturn ein; sie wirkten wiederum ein während der alten Sonnenzeit, während der alten Mondenzeit und werden weiter wirken. Sie sind also gewissermaßen ein Dauerndes und sind über dasjenige weit erhaben, was innerhalb unseres Erdenwerdens entsteht und vergeht. Erhaben ist dasjenige, was symbolisiert wird durch die zwölf Zeichen des Tierkreises, über dasjenige, was übergeht im Laufe des Werdens unseres Planeten vom alten Saturn auf die Sonne, von der alten Sonne zum alten Mond und so weiter. Während dasjenige, was da vorgeht, entsteht und vergeht, hat das vom Tierkreis Bedingte die Planetengeschehnisse überdauert, also überdauert die Verhältnisse auf dem alten Saturn, auf der alten Sonne, auf dem alten Mond. Es ist auch dasjenige, was durch die Grundpunkte des Tierkreises symbolisiert wird, erhaben über dasjenige, was sich auf unserer Erde abspielt als der Gegensatz von Gut und Böse. Erinnern Sie sich, daß ich in der ersten Stunde dieses Zyklus aufmerksam gemacht habe darauf, wie, wenn man in das astralische Gebiet eindringt, man es zu tun hat mit einer Welt der Verwandlung, wie das, was von einem Gesichtspunkt aus als ein Gutes wirken kann, von dem anderen als böse erscheinen kann. Diese Unterschiede zwischen Gut und Böse, sie haben ihre Bedeutung innerhalb des Werdens. Und für diese Bedeutung ist die Siebenzahl ein orientierender Leitfaden. Dasjenige, was an Göttern symbolisiert wird in den zwölf Raumpunkten, in den zwölf Dauerpunkten, das ist erhaben über Gut und Böse. Und daher haben wir im Umkreis innerhalb der zwölf Dauerpunkte das über Gutes und Böses Erhabene. Da draußen haben wir gleichsam die Symbole für jene göttlich-geistigen Wesenheiten zu suchen, die, wenn sie an sich betrachtet werden, ohne daß sie hereingreifen in unsere irdische Sphäre, erhaben sind über die Unterschiede von Gut und Böse.

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Cite: GA 113/1909-08-31/p011 · edition original