Vierter Vortrag
Beide Strömungen sollten zusammenfließen, die innere und äuRere. Das von innen Vollkommenste als Offenbarung war das AltIndische - das Ägyptische war unvollkommener: Schauen im Seelenleben. Persisch: nach außen schauen. Eines aber war charakteristisch für alle Menschen. Zum vollkommenen Ichbewusstsein, Selbstbewusstsein konnten sie noch nicht kommen; sie lebten im Geiste, wenn sie abdämpften, hinunterschraubten ihr Bewusstsein, es hingaben. Auch die Zarathustra-Menschen mussten in Ekstase geraten, sich hingeben an Blitz, Donner, [Sonne]. Erst nach langer Evolution wurden die Menschen reif, die Innen- und Außenoffenbarung zu verbinden. Jene Zeit, in der dies möglich wurde, war gekommen als Johannes der Täufer und der Christus Jesus erschienen. Es gab vorher keine solchen Menschen, die mit Aufrechterhaltung des Ich, des Selbstbewusstseins, die Offenbarung des Geistes erleben konnten. Wie waren die Menschen vorher? Sie konnten sich sagen: Wir können zum Geiste kommen, aber unser Bestes, unser Ich müssen wir verlassen. Unser Selbstbewusstsein müssen wir aufgeben und in ein Jenseits entrückt werden; in unserm irdischen Menschen können wir die himmlischen Reiche nicht erleben.
Cite:
GA 117a/1910-01-07/p013 · edition original