Sechster Vortrag

GA 124/1911-01-16/p034 ·1911-01-16 · original (original)
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So wird etwas außerordentlich Feines und Intimes an Orpheus durch diesen Verlust der Eurydike dargestellt. Dann ist nur eine Folge davon, daß der Mensch ein Opfer der physischen Welt wird. Er ist mit einer Wesenheit, die noch im Übersinnlichen wesenhaft wurzelte, hineingelangt in das, was er werden mußte auf dem physischen Plan. Dadurch dringen alle Kräfte des physischen Planes auf ihn ein, und er verliert Eurydike, seine eigene unschuldige Seele, die dem modernen Menschen verlustig gehen muß; sie verliert er. Und diejenigen Kräfte, in die er dann versetzt wird, zerfleischen ihn. Das ist dann eine Art Opfer des Orpheus.

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