Erster Vortrag

GA 137/1912-06-02/p006 ·1912-06-02 · original (original)
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Es liegt nahe, daß wir uns heute zunächst verständigen müssen darüber, was unter diesen drei Gesichtspunkten eigentlich gemeint ist. Wenn man vom Okkultismus spricht, so spricht man zunächst von etwas, das in weiteren Kreisen der heutigen gebildeten Welt recht unbekannt ist; und man muß sagen: Der Okkultismus in seiner ihm ureigenen Gestalt war eigentlich in der ganzen bisherigen Menschheitsentwickelung im Grunde genommen für das äußere Leben, für das Leben des Alltags, stets etwas gewissermaßen Verborgenes. Der Okkultismus geht ja davon aus, daß der Mensch, um sein eigenes Wesen zu erkennen, um sein Wesen zu erleben, bei der gewöhnlichen Anschauungsweise, bei der Anschauungsweise des gewöhnlichen Bewußtseins nicht stehenbleiben kann, sondern zu einer ganz anderen Anschauungsweise, zu einer anderen Erkenntnisart übergehen muß.

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