Der Hüter der Schwelle — Sechstes Bild

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Zu Seelen hin, die atmend sich erleben. Es fand auf Erden viele gute Menschen, Die freudig ihm die Seelenwohnung gaben. Es lenkte dieser Seelen Blick zum Vater Am Lichtesquell in treuer Liebe hin. Und wenn das Wesen aus dem Menschenmund Und frohem Menschensinne Phantasie Als Zauberwort vernahm, dann wüßt' es sich In guten Menschenherzen froh erlebt. Doch eines Tages trat zu diesem Wesen Ein Mann, der ihm gar fremde Blicke warf. «Ich lenk' auf Erden Menschenseelen hin Zum Wahrheitvater an dem Lichtesquell.» So sprach das Wesen zu dem fremden Manne. Da sprach der Mann: «Du webst in Menschentgeistern Nur wilde Träume und betrügst die Seelen.» Und seit dem Tage, welcher dieses sah, Verleumden viele Menschen dieses Wesen, Das Licht in Atemseelen bringen kann. (Es erscheinen in einer Lichtwolke: Philia, Astrid, Luna und die andre Philia) PHILIA: Es findet die Seele, Die trinket das Licht, In Weltengefilden Sich kräftig erwacht. ASTRID: Es fühlet der Geist, Der furchtlos sich weiß, Im Welten-Erleben Sich kraftvoll erstehen. LUNA: Es wolle der Mensch, Der Höhen erstrebt In Gründen des Seins Sich machtvoll erhalten. DIE ANDRE PHILIA: Es strebet der Mensch Zum Träger des Lichts, Der Welten erschließt, Die fröhliche Sinne Im Menschen erquicken. Begeistert Bewundern Entführet den Geist In Göttergefilde, Die leuchtende Schönheit In Seelen erweckt. Errungenes tröstet Gefühle, die wagen An Schwellen zu treten, Die strenge behütet Vor fürchtenden Seelen. Und Stärke, sie findet Das reifende Wollen Das furchtlos sich trägt Zu Schöpfergewalten, Die Welten erhalten. (Vorhang fällt, während noch Benedictus, Capesius, Maria, Frau Bälde, Lucifer, Ahriman und die vier Seelengestalten an ihren Orten sind.)

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