Erster Vortrag

GA 141/1912-11-05/p010 ·1912-11-05 · original (original)
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Nicht nur zum Erleben der geistigen Welten, sondern auch zum richtigen Verstehen, zum richtigen Sich-Hineinfinden in die Mitteilungen aus der geistigen Welt gehört die Beachtung von zweierlei, das sich im Grunde genommen aus mancherlei ergibt, was hier oft besprochen worden ist. Daß es anders in den geistigen Welten aussieht als hier in der physischen Welt, daß die Seele in eine Sphäre kommt, wenn sie in die geistigen Welten eintritt, in der sie sich an vieles gewöhnen muß, was geradezu entgegengesetzt ist den Dingen der physischen Welt, das ist oft betont worden. Und da sei auf eines aufmerksam gemacht. Hier auf dem physischen Plan müssen wir Menschen, wenn in der physischen Welt etwas durch uns geschehen soll, tätig sein, müssen unsere Hände rühren, müssen uns bewegen, müssen sozusagen von einem Orte zum andern unseren physischen Leib tragen. Damit also in der physischen Welt etwas durch uns geschieht, ist unsere Tätigkeit, ist unser handelndes Eingreifen in die Dinge notwendig. Das genaue Gegenteil davon ist notwendig, ich spreche immer vom heutigen Zeitenzyklus, für die geistigen Welten. Was in den spirituellen Welten durch uns geschehen soll, das muß gerade geschehen durch unsere Ruhe, durch unsere Gemütsruhe. Dem, was geschäftiges Treiben auf dem physischen Plan ist, entspricht in der geistigen Welt das gemütsruhige Abwartenkönnen der Ereignisse. Je weniger wir uns auf dem physischen Plane bewegen, desto weniger geschieht durch uns; je mehr wir uns aber bewegen, desto mehr kann geschehen. Je ruhiger wir in unserer Seele werden können, je mehr wir auf alle Geschäftigkeit in unserem Innern verzichten können, desto mehr kann durch uns in der spirituellen Welt geschehen. Damit durch uns in der spirituellen Welt etwas geschieht, ist es notwendig, daß wir in der Lage sind, dieses Geschehende als etwas betrachten zu können, womit wir begnadet werden, womit wir in einer gewissen Weise gesegnet werden, was sich so ergibt, daß es sich uns nähert, indem wir es verdienen durch unsere Gemütsruhe. Es sei ein Beispiel angeführt.

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Cite: GA 141/1912-11-05/p010 · edition original