Zur Synthese der Weltanschauungen Eine vierfache Heroldschaft

GA 143/1912-05-16/p016 ·1912-05-16 · original (original)
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Und so könnten wir die verschiedensten Dinge bei Raffael durchgehen. Wenn wir den Blick richten auf seine verschiedenen Madonnen, müssen wir uns allerdings fragen: Ist nicht eines sonderbar bei Raffael, er ist groß, wenn er die Szenen malt, die das Werdende, das Wachsende in der Entstehung des Christentums zeigen, den kleinen Jesus wie etwas, was wie im Keim das ganze werdende Christentum enthält. Wir finden aber keinen Verrat des Judas von Raffael gemalt, eigentlich auch keine Kreuztragung, denn seine Kreuztragung erscheint uns wie zusammengetragen, gar nicht gleich den anderen Raffael-Werken. Wir finden dafür die Verkündigung, die Himmelfahrt, also die Dinge, die gerade auf das Werdende des Christentums hindeuten.

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