Zweiter Vortrag
Zuerst tritt uns entgegen Arjuna. Im Angesicht des Blutvergießens, in das er eintreten soll, wird er schwach. Er sieht seine Blutsverwandten, alles dasjenige, was als Bruderkampf um ihn herum sich abspielen soll. Er bebt zurück, er will nicht gegen seine eigenen Blutsverwandten kämpfen. Und während er in dieser Stimmung ist, während ihn also Angst, Furcht, Schauder, ja ein Grauen befällt vor demjenigen, was da kommen soll, entpuppt sich ihm sein Wagenlenker als das Instrument, durch das Krishna, sagen wir zunächst der Gott, zu ihm spricht. Schon in diesem ersten Faktum wird erstens ein künstlerisches Spannungsmoment, dann aber auch ein tiefgründiges, okkultes Wahrheitsmoment angedeutet.
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GA 146/1913-05-29/p005 · edition original