Erster Vortrag

GA 155/1912-05-23/p011 ·1912-05-23 · original (original)
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Greifen wir die Sache wieder da auf, wo wir schon hingedeutet haben auf das jährliche Entstehen und Vergehen in der sinnenfälligen Natur, auf das Leben, auf das Entstehen und Vergehen in der Pflanzenwelt. Der Mensch sieht im Frühling aus der Erde heraussprießen die Pflanzen. Was da aus der Erde heraussprießt und sproßt, erweckt seine Freude, erweckt seine Lust. Er wird gewahr, daß sein ganzes Dasein zusammenhängt mit der Pflanzenwelt, denn ohne sie könnte er nicht da sein. So fühlt er, wie das, was gegen den Sommer hin aus der Erde alles herauskommt, mit seinem eigenen Leben zusammenhängt. Er fühlt dann auch, daß im Herbste das, was in gewisser Weise zu ihm gehört, wieder vergeht.

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