Zweiter Vortrag
Nun gruppierten sich diejenigen, die in dieser Geheimschule waren, in zwei Abteilungen, je nach ihrem Reifezustand. Es wurden ja nur diejenigen gewählt, die eine Art größerer Vorbereitung, eine Art größerer Reife hatten. Daher konnten auch die meisten dieser Schüler es dazu bringen, wirklich so hellsichtig zu werden, daß sie ein Wesen, das mit allen seinen Kräften dahin strebte, seine Impulse durchzubringen bis zum physischen Plan, trotzdem es selber nicht in die physische Welt hinunterstieg, daß sie den Buddha in allen seinen Geheimnissen und in alledem, was er wollte, kennenlernen konnten. Eine gewisse größere Anzahl von diesen Schülern blieben solche Hellseher, andere aber hatten ganz besonders neben den Eigenschaften des Erkennens, neben den Eigenschaften der psychischen Hellsichtigkeit, das spirituelle Element ausgebildet, das nicht zu trennen ist von einer gewissen Demut, von einer gewissen hochentwickelten Andachtsfähigkeit. Diese gelangten dann dazu, daß sie gerade in dieser Geheimschule in hervorragendem Maße den Christus-Impuls empfangen konnten. Sie konnten auch hellsichtig in der Weise werden, daß sie die besonders auserlesenen Nachfolger des Paulus wurden und den Christus-Impuls unmittelbar im Leben empfingen. Aus dieser Schule gingen also sozusagen zwei Gruppen hervor: eine Gruppe, die den Impuls hatte, überall hineinzutragen die Lehren des Buddha, wenn sie auch dessen Namen dabei nicht nannten, und eine zweite Gruppe, die noch dazu den Christus-Impuls empfing.
Cite:
GA 155/1912-05-29/p026 · edition original