Der Durchgang Des Menschen Durch Die Todespforte - Eine Lebenswandlung

GA 159/1915-02-19/p027 ·1915-02-19 · original (original)
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> Eine Hoffnung, uns beglückend: > So betratest Du das Feld, > Wo der Erde Geistesblüten, > Durch die Kraft des Seelenseins, > Sich dem Forschen zeigen möchten. > Lautrer Wahrheitliebe Wesen > War Dein Sehnen urverwandt; > us dem Geisteslicht zu schaffen, > War das ernste Lebensziel, > Dem Du rastlos nachgestrebt. > Deine schönen Gaben pflegtest Du, > Um der Geist-Erkenntnis hellen Weg, > Unbeirrt vom Welten-Widerspruch > Als der Wahrheit treuer Diener > Sichern Schrittes hinzuwandeln. > Deine Geistorgane übtest Du, > Daß sie tapfer und beharrlich > An des Weges beide Ränder > Dir den Irrtum drängten > Und Dir Raum für Wahrheit schufen. > Dir Dein Selbst zur Offenbarung > Reinen Lichtes zu gestalten, > Daß die Seelen-Sonnenkraft > Dir im Innern machtvoll strahle, > War Dir Lebenssorg’ und Freude. > Andre Sorgen, andre Freuden, > Sie berührten Deine Seele kaum, > Weil Erkenntnis Dir als Licht, > Das dem Dasein Sinn verleiht, > Als des Lebens wahrer Wert erschien. > Eine Hoffnung, uns beglückend: > So betratest Du das Feld, > Wo der Erde Geistesblüten > Durch die Kraft des Seelenseins > Sich dem Forschen zeigen möchten. > Ein Verlust, der tief uns schmerzt, > So entschwindest Du dem Feld, > Wo des Geistes Erdenkeime > In dem Schoß des Seelenseins > Deinem Sphärensinne reiften. > Fühle, wie wir liebend blicken > In die Höhen, die Dich jetzt > Hin zu andrem Schaffen rufen. > eiche den verlaß’nen Freunden > Deine Kraft aus Geistgebieten. > Höre unsrer Seelen Bitte, > Im Vertrau’n Dir nachgesandt: > Wir bedürfen hier zum Erdenwerk > Starker Kraft aus Geistes-Landen, > Die wir toten Freunden danken. > Eine Hoffnung, uns beglückend, > in Verlust, der tief uns schmerzt: > Laß uns hoffen, daß Du ferne-nah, > Unverloren unsrem Leben, leuchtest > Als ein Seelenstern im Geistbereich.

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