Dritter Vortrag

GA 161/1915-01-30/p018 ·1915-01-30 · original (original)
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Also wir steigen da zuerst herein in die Seelenkräfte. Die nächste Stufe, die man dann erlebt, ist diejenige der vier Temperamente. Wie wir da zusammengewoben sind aus dem cholerischen, melancholischen, sanguinischen, phlegmatischen Temperament, und wie dieses Zusammenweben tiefer unten liegt als die Seelenkräfte, das wird zunächst klar. Und erst wenn man durch die Temperamente gegangen ist, kommt man zu dem, was man im okkulten Sinne die fünf Sinne nennen kann. Denn so wie der Mensch zunächst von diesen fünf Sinnen spricht, ist es ja nur, wie er sie von außen kennt. Er kennt sie ja nur von außen, diese fünf Sinne. Innerlich kann man die Sinne nur kennenlernen, wenn man durch die Temperamente heruntergestiegen ist in tiefere Regionen des eigenen Selbstes. Dann sieht man die Augen, die Ohren, die anderen Sinne von innen, das heißt, man erlebt zum Beispiel seine eigenen Augen, seine eigenen Ohren, sie ausfüllend von innen. Sie müssen sich, sagen wir, folgendes vorstellen: Statt daß Sie hier hereingehen durch diese Tür in diesen Saal und hier die Gegenstände und Personen wahrnehmen, die schon darinnen sind, so kommen Sie, wenn Sie dieses Hinuntersteigenin-sich-Selbst durchmachen, in die Region, sagen wir, Ihrer Augen oder . Ohren. Innerhalb dieser Region nehmen Sie wahr, wie von innen heraus die Kräfte arbeiten, um das Sehen und das Hören zustande zu bringen. Sie nehmen eine ganz komplizierte Welt wahr, eine Welt, von der ein Mensch, der nur den äußeren physischen Plan kennt, keine Ahnung hat.

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Cite: GA 161/1915-01-30/p018 · edition original