Dreizehnter Vortrag

GA 162/1915-08-08/p032 ·1915-08-08 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Vor allem sollen wir uns ganz klar darüber sein, daß indem wir vorschreiten in der geisteswissenschaftlichen Selbsterziehung, wir durchaus uns zunächst herausarbeiten müssen aus unserem Zusammenhang mit der Außenwelt. Luzifer hat uns in die Außenwelt hineingestellt. Dadurch kommen wir nicht weiter, daß wir das, was wir sonst wollen, uns verwandeln lassen von Ahriman, indem wir sagen: Wir wollen jetzt Missionen ausführen und so weiter. Der nächste Schritt, den wir machen müssen, das ist ein Ablenken der Welt von uns, so daß wir dadurch vor der Gefahr stehen, wirklich egoistischer zu werden, als wir vorher waren. Diese Gefahr ist nicht gering. Selbstverständlich soll man sich dadurch nicht abhalten lassen, den Weg in die geistige Welt hinein zu betreten, aber die Versuchung zum Egoismus ist da. Und wir sollen nicht so ohne weiteres hochmütig sein gegenüber denjenigen, die - man muß sagen, leider noch nicht einsehen können, daß die geisteswissenschaftliche Weltanschauung für unsere Zeit notwendig ist und die draußen stehend, sagen: Liebevoll nehmen sich diese Geisteswissenschafter wahrhaftig nicht aus -; und wir sollten wirklich nicht über diesen Einwand immer hinweggehen, sondern seine Berechtigung, seine relative Berechtigung schon einsehen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/162/1915-08-08/p032.json
Cite: GA 162/1915-08-08/p032 · edition original