Die Wechselwirkungen zwischen den Gliedern des menschlichen Organismus

GA 169/1916-06-27/p020 ·1916-06-27 · original (original)
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Sie sehen überall die Notwendigkeit, Geisteswissenschaft hineinzutragen in die Dinge. Aber wir sind heute in bezug auf unsere äußere Kultur weit entfernt von diesem Verständnisse, Geisteswissenschaft in das äußere Wissen hineinzutragen. Das rührt zum größten Teile wirklich nicht davon her, daß es ganz besonders schwierig wäre, ein geisteswissenschaftliches Anschauen zu bekommen; man sträubt sich nur dagegen. Dasjenige, was in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» beschrieben ist, kann verhältnismäßig leicht erhalten werden. Man kann schon dazu kommen, aber man sträubt sich dagegen. Ich meine selbstverständlich nicht Sie, aber die äußere Kultur sträubt sich dagegen. Sie sträubt sich namentlich aus dem Grunde dagegen, weil diese äußere Kultur heute zunächst die Grundbedingungen gar nicht herstellen will, um denkerisches Gewissen zu entwickeln, denkerische Gewissenhaftigkeit, logisches Gewissen. Und da kommen wir auf eine wirklich vorhandene Kulturkrankheit unserer Zeit, die der Geisteswissenschafter ins Auge fassen muß, weil sie überall an ihn herantritt: der Mangel des logischen, des Gedankengewissens. Da kann man die sonderbarsten Entdeckungen machen. Wir haben ja dafür schon Beispiele angeführt, nehmen wir heute wiederum ein Beispiel.

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