Vierter Vortrag

GA 171/1916-09-23/p020 ·1916-09-23 · original (original)
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Ausgestorben ist aber das geistige Wissen niemals; es wird immer doch da oder dort bewahrt. Einzelne Menschen gibt es immer in jedem Zeitalter, welche das geistige Wissen haben können. So wurde es auch durchgerettet durch die Zeit, in der das geistige Wissen am wenigsten tonangebend war: durch die Zeit vom 15. bis ins 19, Jahrhundert. Wie ein dünner Faden wurde es durchgerettet, dieses geistige Wissen. Und diejenigen, von denen ich Ihnen gesagt habe, daß sie sich nichts versprochen haben von dem materialistischen Weg in die geistige Welt hinein, waren der Ansicht, daß die neuere Art des Empfindens und Denkens, wie sie sich in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat, fortgebildet und weiterentwickelt werden kann, so daß aus der scharfsinnigen materialistischen Wissenschaftsmethode allmählich sich ein Wissen ergibt, das eindringlich genug wirken kann, um unter die Oberfläche der Dinge in den Geist hineinzukommen. Und das soll die eigentliche geisteswissenschaftliche Methode sein: auf demselben Weg in die geistige Welt hineinzukommen, wie man seit drei bis vier Jahrhunderten in die Natur hineinkommt. Dazu handelt es sich nur darum, wirklich das weiterzuentwickeln, was sich die Menschheit an Wissensgewohnheiten in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat, in entsprechender Weise und mit genug Anstrengung, mit Nicht-sich-zurückhalten-Lassen durch Denkbequemlichkeiten, das, was man so als Denkgewohnheiten entwickelt hat, weiterzuentwickeln. Darum handelt es sich.

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