Zweiundzwanzigster Vortrag

GA 173c/1917-01-21/p037 ·1917-01-21 · original (original)
Record: stenogram (shorthand transcript). Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus. Evidence: «Diese dreibändige Ausgabe wurde auf der Grundlage der stenografischen Nachschriften vollständig neu bearbeitet.» (This three-volume edition was completely re-edited on the basis of the shorthand transcripts.). The publisher's description of GA 173a-c, as mirrored on AnthroWiki (GA 173a-c). The translation is the maintainer's, not a published one.

Nun, für die irdische Sphäre, die man ja auch geistig ansehen kann, nehmen sich die Dinge, wenn man sie geistig ansieht, anders aus, als man oftmals urteilt, wenn man die Dinge nicht geistig ansieht. Wir sagen selbstverständlich mit Recht, und wir haben es oft auseinandergesetzt: wir leben in dem materialistischen Zeitalter. Warum? Weil die Menschen in diesem materialistischen Zeitalter — nicht die Verständigen, aber die Menschen im allgemeinen -, so paradox es klingt, zu geistig sind. Daher sind sie so leicht zugänglich reinen Geistigkeiten wie ahrimanischen und luziferischen Einflüssen. Die Menschen sind zu geistig. Und gerade durch die Geistigkeit werden die Menschen heute leicht materialistisch. Nicht wahr, das, was der Mensch glaubt und denkt, ist ja etwas ganz anderes, als er ist. Gerade die geistigsten Menschen sind heute leicht zugänglich für ahrimanische Einflüsterungen und werden dadurch materialistisch.

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Cite: GA 173c/1917-01-21/p037 · edition original