Dreizehnter Vortrag

GA 174b/1918-02-24/p024 ·1918-02-24 · original (original)
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Diese Dinge müssen berücksichtigt werden. Sollen sie aber berücksichtigt werden, dann muß unsere Schulerziehung eine total andere werden, dann muß sie anstelle der toten Begriffe, die heute überall herrschen, lebendige Begriffe haben. Bei einer Kant-Laplaceschen Theorie werden sich die Menschen immer so zurückerinnern, daß sie dabei vergreisen. Das, was wirklich ist: der geistig-seelische Ausgangspunkt unseres Weltenalls, aus dem sich das Physische erst herausentwickelt hat, das wird, wenn es richtig in den Unterrichtsstoff verarbeitet wird, ein lebenslänglicher Quell der Verjüngung sein. Und möglich ist es, den Unterrichtsstoff nicht bloß durch Methodisches, sondern durch völlige Umarbeitung im anthroposophischen Sinn so zu gestalten, daß der Mensch sein ganzes Leben hindurch etwas hat, an das er sich nicht nur gedankenmäßig zurückerinnert, sondern was ein lebenslänglicher Quell fortwährender Verjüngung ist. Das muß bewußt erreicht werden, daß die Menschen nicht, wenn sie kaum fünfzig Jahre alt sind, Greise sind, sondern daß sie innerlich seelisch von dem noch zehren können, was sie in der Jugend aufgenommen haben; daß sie einen Erfrischungsquell, einen Erfrischungstrank an dem haben können, was sie als Kind aufgenommen haben. Dann muß es aber so gegeben werden, daß es nicht bloß taugt für die Kopfentwickelung, sondern daß es taugt für die Entwickelung des ganzen menschlichen Organismus, die drei- bis viermal langsamer vor sich geht als die Kopfentwickelung.

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