Zehnter Vortrag

GA 175/1917-04-10/p027 ·1917-04-10 · original (original)
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Dieser bedeutsame Impuls, der also vierfach zum Ausdruck kommt, er zeigt uns, daß durch den Christus wirklich etwas in die Welt hineingebracht werden soll, was nicht in ihr ist. Das liebt ja die Welt nicht. Sie liebte es zu keiner Zeit. Aber das muß zu verschiedenen Zeiten gegeben werden. Und es wird uns hinlänglich gerade in den Evangelien gezeigt, daß richtig das Wort dieser Evangelien nur verstanden wird, wenn man es in den ganzen Kosmos hineinstellt, wenn man es als dem kosmischen Geschehen angehörend betrachtet. Das zeigt sich ja am besten — nehmen Sie das kürzeste, das prägnante Markus-Evangelium zur Hand -, wenn Sie sich aus dem Markus-Evangelium die Frage beantworten: Wer erkennt denn eigentlich zuallererst, daß durch den Christus Jesus etwas in die Welt hereingekommen ist, was ein grandioser Impuls von der Art ist, wie es eben gesagt worden ist? Wer erkennt es? Man könnte sagen: der Täufer Johannes. Aber der ahnt es mehr; das zeigt sich insbesondere bei der Schilderung der Begegnung des Christus Jesus mit dem Johannes im Johannes-Evangelium. Wer erkennt es denn zuerst? Die Dämonen in den Besessenen, die Jesus der Christus heilt. Die sind es, die zuerst aussprechen: «Du bist der Gottgesandte» oder «Du bist der Sohn des Gottes» oder dergleichen. Die Dämonen sind es. Den Dämonen muß der Christus zunächst verbieten, daß sie ihn verraten. Geistige Wesen sind es zuerst. Da sehen Sie, daß wir zuerst auf ein Verhältnis des Christus-Wortes zu der geistigen Welt hingewiesen werden. Bevor die Menschen auch nur ein Jota wissen von dem, was durch den Christus in der Welt lebt, sagen es die Dämonen aus ihrer übersinnlichen Erkenntnis heraus. Sie wissen es aus der Tatsache, daß er sie vertreibt, vertreiben kann.

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Cite: GA 175/1917-04-10/p027 · edition original