Das Geheimnis des Doppelgängers. Geographische Medizin

GA 178/1917-11-16/p049 ·1917-11-16 · original (original)
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So wie ich heute hier gesprochen habe, weil, ich möchte sagen, der Genius loci dieses Ortes das von mir verlangt, hat sich Ihnen an einem besonderen Beispiel gezeigt, daß es für den Menschen der Gegenwart nicht mehr genügt, um Geschichte zu kennen, die gebräuchlichen Schulbücher in die Hand zu nehmen, denn da erfährt man jene Fable convenue, welche man heute Geschichte nennt. Was erfährt man denn da über die wichtigen, namentlich in den dunklen Ursprüngen der Medizin liegenden Verkehrswege, die noch in den ersten christlichen Jahrhunderten von Europa nach Amerika geführt haben ? Aber was da ist, hört nicht auf, wirklich zu sein, dadurch daß die Menschen später ihr Bewußtsein davor blind machen wie der Vogel Strauß, der den Kopf in den Sand steckt, um nicht zu sehen, und dann glaubt, das, was er nicht sieht, ist auch nicht da. - Manches andere noch ist einfach durch die Fable convenue, die man Geschichte nennt, für die Menschen verhüllt, manches, was dem Menschen der Gegenwart in seiner Wirksamkeit recht nahesteht. Und manches andere noch wird durch die Geisteswissenschaft zutage treten über den geschichtlichen Verlauf der Menschheit. Denn die Menschen wollen aufgeklärt sein über ihr eigenes Schicksal, über den Zusammenhang ihrer Seele mit ihrer geistigen Entwickelung.

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Cite: GA 178/1917-11-16/p049 · edition original