Fünfter Vortrag
Das können Sie sich durch folgende Zahlen klarmachen. Der Mensch wird, sagen wir sieben Jahre alt; das heißt aber nichts anderes als: sein physischer Leib ist sieben Jahre alt geworden. Dann ist deshalb sein Ätherleib, sein Bildekräfteleib noch nicht sieben Jahre alt, sondern sein Bildekräfteleib macht nicht so schnell mit; der ist noch nicht so alt geworden. Man kommt auf diese Dinge nur deshalb nicht, weil man die Zeit sich eben so als einen einheitlich dahinlaufenden Strom vorstellt und man sich gar nicht denken kann, daß innerhalb der Zeit verschiedenes mit verschiedener Geschwindigkeit vorwärtsgeht. Dieser physische Leib, der sieben Jahre ist, der hat sich mit einer gewissen Geschwindigkeit entwickelt. Langsamer hat sich entwickelt der Ätherleib, noch langsamer der astralische Leib, und am langsamsten das Ich. Dieser Ätherleib ist erst fünf Jahre drei Monate alt, wenn der physische Leib sieben Jahre alt ist, weil er ein langsameres Tempo durchmacht. Der astralische Leib ist drei Jahre sechs Monate alt. Und das Ich ist ein Jahr neun Monate alt. So daß Sie sich sagen müssen, wenn ein Kind sieben Jahre alt ist, so ist sein Ich erst ein Jahr neun Monate alt. Es macht dieses Ich eine langsamere Entwickelung durch auf dem physischen Plane. Es geht dieses Ich auf dem physischen Plane ein langsameres Tempo, jenes langsamere Tempo, welches auch das Tempo ist, das man gemeinschaftlich mit den Toten durchleben kann. Warum faßt denn der Mensch dasjenige, was im Strom des Erlebens der Toten stattfindet, nicht auf? Weil er sich nicht angewöhnt, das langsamere Tempo einzuschlagen im Halten von Gedanken, im Halten von Gefühlen namentlich, in dem die Toten verharren.
Cite:
GA 179/1917-12-15/p010 · edition original