Dritter Vortrag
Zuweilen ist es ja recht schwierig, zu sehen, wie doch immer alles, was so persönlich spielt, höhergestellt wird als dasjenige, was in der gegenwärtigen Zeit so ganz besonders wichtig und wesentlich ist: das Hinschauen auf die großen Angelegenheiten der Menschheit, die sich langsam vorbereiten. Die Angriffe, die zu tun haben mit den großen «Wollungen», die kommen schon von den verschiedensten gegnerischen, ernst zu nehmenden Seiten. Solch ein Angriff wie der, von dem ich eben gesprochen habe, er ist schon in gewissem Sinne ernster zu nehmen. Man muß ihn in der richtigen Weise taxieren können. Nicht ernst zu nehmen nach dieser Richtung hin sind ja natürlich jene schönen Angriffe, welche aus dem Unterirdischen unserer Gesellschaft selber immer wiederum auftauchen, und die ja zum Teil bloß deshalb ein böses Ansehen haben, weil immer wieder und wiederum die Tendenz bemerkbar ist, daß man gerade die größte, liebevollste Teilnahme gegenüber jenen Leuten hat, welche dasjenige, was ernst erstrebt wird in unseren Reihen, verlästern, zu verunglimpfen suchen und dergleichen. Und erst wenn das Unheil da ist, dann entschließt man sich nach und nach, wirklich zu sehen; vorher werden manche Leute gehätschelt, welche dann das Unheil bringen.
Cite:
GA 183/1918-08-19/p019 · edition original