Achter Vortrag
Gegenüber der Frage: Was bin ich eigentlich als Mensch? — empfindet der moderne Proletarier dies als etwas, was ihn am meisten bedrückt, und von wo seine Forderungen instinktiv ausgehen. Er will nicht, daß irgendein Teil von ihm verkauft wird; er kommt sich vor, man kann sagen, als ob man seine zwei Hände, seine zwei Arme ebensogut verkaufen könnte, wie man seine Arbeit kaufen und verkaufen kann. Das erscheint dem Menschen unbequem, in welcher Form das auch zum Ausdruck komme, sei es nun marxistisches Denken, oder sei es revisionistisches, oder wie man es nennen will; es liegt das Empfinden zugrunde: Andere Leute kaufen und verkaufen Waren, ich aber muß meine Arbeitskraft verkaufen.
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GA 186/1918-12-13/p017 · edition original