Antisocial Impulses and the Threefold Social Organism

GA 190/1919-03-21/p019 ·1919-03-21 · original (original)
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Sehen Sie, das ist das Furchtbare, was im Unterbewußtsein bei den Leuten liegt, die heute der sozialen Bewegung angehören. Seit drei bis vier Jahrhunderten hat sich das Geistesleben und alles, was das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen beherrscht, so entwickelt, daß dieses Geistesleben ein Spiegel des materiellen Lebens ist. Im Inneren aber pulst die Sehnsucht, das äußere Leben soll ein Spiegel des inneren sein. Daran krankt die heutige Menschheit. Sie möchte das äußere Leben so gestalten, daß der äußere soziale Organismus ein Bild des Menschen ist, während heute der Mensch ein Bild der Außenwelt ist. Und daran sehen die Menschen in der Gegenwart vorbei, das finden sie kompliziert, das finden sie theoretisch. Sie finden es einfacher, den Menschen als ein Ganzes hinzustellen. Es ist natürlich komplizierter, jemandem auf die Frage: Was ist der Mensch? - antworten zu müssen: Sieh dir in der Mitte den Menschheitsrepräsentanten an und oben Luzifer und unten Ahriman! Alle drei gehören zusammen in die Einheit des Menschen. Aber der Mensch ist eben dreigliedrig und anders verstehst du den Menschen nicht.

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Cite: GA 190/1919-03-21/p019 · edition original