Vierzehnter Vortrag
Wollte ich einzeichnen die Intelligenz, so müßte ich diese in der folgenden Art einzeichnen, um sie zur Anschauung zu bringen: die Sinnestätigkeit mehr nach außen (blau); die Intelligenz (grün) hat ihren Spiegelungsapparat mehr im Gehirn. Tiefer liegt dann dasjenige, was dem Gedächtnis zugrunde liegt, schon sehr mit der körperlichen Organisation verbunden. In Wahrheit ist das Gedächtnis (rot) an die niedersten Nervenorganismen und an den übrigen Organismus gebunden. Übergänge könnte ich dann schaffen zwischen der Sinnestätigkeit und der Intelligenz, indem ich etwa noch hier (indigo) dieses als Übergang hineinzeichne. Sie wissen ja, daß wir auch Begriffe und Ideen haben, die gewissermaßen anschaulicher Natur sind. Während ich die Sinnestätigkeit als solche einzuzeichnen habe mit Blau, müßte ich hierher ein Indigo zeichnen als Übergang. Für die mehr abstrakten Begriffe würde ich Grün einzuzeichnen haben, und für dasjenige, was als gedächtnismäßige Begriffe in uns ist, würde ich als Übergang von Grün zu Rot durch das Orange zu zeichnen haben das Gelb. Auf diese Weise würde ich von außen nach innen gehend die menschliche Wesenheit in ihrer Organisation in bezug auf die Erkenntnisfähigkeit zu zeichnen haben. So bekommen Sie in der Aufeinanderfolge dieser Farben, wenn Sie sich die Organisation namentlich von Augen und Ohren blau nuanciert denken und indem die Sinnestätigkeit übergeht in die Intelligenz, das Indigo gegen das Grün hin, sich aufhellend durch das Gelb zum Rot zu dem Gedächtnis hin, eine Art Schema, das aber sehr stark die Wirklichkeit abschattet von dem, was menschliche Seelenerkenntnisfähigkeiten oder Erkenntnisfähigkeiten sind.
Cite:
GA 196/1920-02-14/p006 · edition original