Achter Vortrag

GA 205/1921-07-08/p020 ·1921-07-08 · original (original)
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Wir brauchen ja nur zu betrachten diese chaotischen Vorgänge des wachen Träumens und Sie werden sich sagen: Die ganze Struktur, alles das, was Sie da gewissermaßen als Unterströmung Ihres Bewußtseins wahrnehmen, das ist ganz gewiß nicht der Erbauer Ihrer Organe, Ihres ganzen Organismus. Der Organismus würde schön ausschauen, wenn alles das, was in Ihrem Unterbewußtsein da chaotisch herumlebt, Ihre Organe, Ihren ganzen Organismus aufbauen würde! Sie würden schon sehen, was Sie für sonderbare Karikaturen wären, wenn Sie ein Abbild dessen wären, was da in Ihrem Unterbewußtsein pulsiert. Nein, geradeso wie die äußere Welt, die sich uns durch die Sinne offenbart, gewissermaßen offenbart an der Oberfläche, die sie uns zuneigt, wie diese Welt aus den Gedanken aufgebaut ist, die wir erleben zwischen dem Einschlafen und Aufwachen, so sind wir selbst in dem, was wir in uns nicht erreichen mit dem gewöhnlichen Bewußtsein, auferbaut aus denselben äußeren Gedankenkräften. Wenn ich also vollständig das darstellen will, was der Mensch ist, so müßte ich schematisch so zeichnen. Ich müßte sagen: Da ist die umliegende Gedankenwelt (rot). Diese umliegende Gedankenwelt baut auch den menschlichen Organismus auf, und dieser menschliche Organismus erzeugt, gewissermaßen auf ihm flutend, die höhere Gedankenwelt (weiß), der sich zuneigt die sinnliche äußere Maja zwischen unseren Gedanken und der umliegenden Welt (blau).

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