Vierter Vortrag

GA 207/1921-10-01/p008 ·1921-10-01 · original (original)
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Es ist wichtig, daß man sich eine gewisse Vorstellung verschafft von diesen Verhältnissen, denn man wird dann begreifen, was eigentlich vorgeht, sagen wir, wenn das Tier verdaut. Man wende nur einmal den Blick auf eine Herde, die in der Verdauung auf einer Weide liegt. Die ganze Stimmung, die in den Tieren ist, die kündigt ja an, was da durch Geistesforschung zutage tritt: daß tatsächlich die erregte Tätigkeit, die sich im wesentlichen abspielt zwischen Ätherleib und Astralleib des Tieres, in einem lebendigen Fühlen heraufdringt, und daß das Tier in diesem Fühlen lebt. Eine Steigerung und Herabminderung dieses Fühlens, das ist das Wesentliche des tierischen Erlebens, und das Teilnehmen an seinen Traumbildern, wenn es eben das Fühlen etwas dämpft und mehr das Bild an die Stelle des Fühlens tritt. Wir können also sagen: Das Tier lebt in einem Bewußtsein, das unserem Traumbewußtsein ähnlich ist.

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Cite: GA 207/1921-10-01/p008 · edition original