Vierzehnter Vortrag

GA 208/1921-10-23/p034 ·1921-10-23 · original (original)
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In diesem Kampfe steht der Mensch schon drinnen; und das, was ich vielleicht in einer mehr bildhaften Form ausspreche, das ist schon im Grunde genommen Inhalt unserer Kultur. Da sehen wir auf der einen Seite diejenigen Menschen, die es als ihr Ideal ansehen, mit untergelegten Beinen wie eine Buddha-Statue sich zum Allerhöchsten sinnierend erheben zu können, in vollständiger Beinlosigkeit, mit einem Aufschwellen des Kopfes in die mystischen Abgründe sich hineinvertiefend. Da sehen wir auf der anderen Seite die abendländischen Menschen, die im Grunde genommen, indem sie gar nicht wissen, wie schnell sie von einem Büro zum anderen, von einem Geschäft zum anderen mit ihren Beinen pendeln müssen, auf uns den Eindruck machen, daß sie eigentlich ganz unnötig auf ihren Schultern auch noch einen Kopf tragen, der ja im Grunde genommen gar nicht dabei ist bei dem, was sie tun. Und es sind das schon die beiden Extreme der Menschheit in der gegenwärtigen Zeit: die einsamen Sinnierer mit zugemachten Augen, damit sie auch das, was sie selber tun, nicht sehen können, und diejenigen, die eigentlich Augen nicht brauchten, weil sie immer an den Beinen etwas haben wie Leinen, Zugleinen, und am Ende der Zugleinen ist Paragraph soundsoviel, und so werden sie wie das Glied eines Mechanismus durch die Welt gezogen.

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