II. Der Zusammenhang des Menschen mit den göttlich-geistigen Wesenheiten
Und wenn der Mensch durch die 'Todespforte geht, wenn der physische Organismus abfällt, wird das, was nur ein nebelhaftes Geistiges ist, aufgenommen in die Tätigkeit der Seraphim, Cherubim, Throne und ihnen allmählich einverwoben. Aber hinuntersinkt in diese Tätigkeit das, was früher im Brustorganismus als das lebendige Abbild des moralisch-geistigen Menschen sich gebildet hat. Dasjenige, was nur, ich möchte sagen, in der Strömung der mittleren Hierarchie war, geht jetzt in die Strömung der ersten Hierarchie ein. Dadurch gewinnt es eine größere Intensität im Zusammenhange des Kosmos; so daß der Mensch in seinem mittleren Gliedteil sein Karma als eine lebendig-elementarische Wesenheit entwickelt. Die wird dann übernommen von der Strömung der ersten Hierarchie. Und während der Mensch das Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt durchlebt, während er, wie ich es Ihnen beschrieben habe, sich seinem karmischen Ebenbilde entringt, hinaufgeht in die Welt, wo er tatsächlich an dem geistigen Urbild des physischen Organismus mit höheren Wesen zusammenarbeiten kann, während der Mensch das alles erlebt, was er dann in diesem Abbild beim Zurückgehen wiederfindet, geht noch etwas anderes vor sich. Während der Mensch aus der Seelenwelt in das Geisterland eintritt und dort verweilt, wird jenes lebendige Abbild seines von ihm selbst gemachten Schicksals mittlerweile von den Wesenheiten der höchsten Hierarchie, der Seraphim, Cherubim und Throne, wiederum zurückgeleitet zu der zweiten Hierarchie und zuletzt der dritten Hierarchie übergeben, den Angeloi, Archangeloi und Archai. Beim Wiederherunterstieg übernimmt der Mensch dieses Abbild, das er bei der ersten Hierarchie zurückgelassen hat, jetzt von der dritten Hierarchie. Tritt er nun wieder in das Leben ein, so wird es einverleibt dem, was sich zwischen der dritten Hierarchie, den Angeloi, Archangeloi und Archai, und seiner Kopforganisation abspielt. Alles das, was der Mensch durch seine irdischste Wesenheit erzeugt und nach dem Tode dem Kosmos übergeben hat, was der Mensch dadurch in sich entwickelt hat, daß er eine von der Erde beherrschte Stofforganisation hat, was er nach dem Tode übergeben muß den Seraphim, Cherubim und Thronen, was er in den Kosmos auf diese Weise einströmen läßt, das empfängt er tatsächlich wiederum auf dem Wege, auf dem die Angeloi, Archangeloi und Archai durch seine Kopforganisation in einem neuen Erdenleben arbeiten. Der Mensch übergibt das, was er sich selbst als sein Schicksal bereitet hat, den Seraphim, Cherubim und Thronen und empfängt es wiederum von den Angeloi, Archangeloi und Archai. Die tragen es hinein in diejenige Tätigkeit, die er in einem neuen Erdenleben ausführt. Auf diese Weise wird das in sein neues Erdenschicksal aus der Hand der dritten Hierarchie aufgenommen, was er beim Verlassen des letzten Erdenlebens der ersten Hierarchie überliefert hat.
Cite:
GA 216/1922-09-17/p034 · edition original