Dritter Vortrag
Indem wir wieder ausatmen, geben wir dem Atmungsrhythmus etwas mit von dem Vibrieren unseres Pulses in der Blutzirkulation; so daß wir sagen können, in unserem Einatmen pulsiert die äußere Welt herein, in unserem Ausatmen lebt die Pulsation unseres eigenen Blutes nach außen. So daß im ätherischen Leib des Menschen gerade für den griechischen Eingeweihten, der auf diese Dinge hin geschult war, zu beobachten war, wie sich um den Menschen herum im ätherischen und astralischen Leibe kosmischer Rhythmus und Pulsationsrhythmus begegneten, die ineinanderschwebten und auf denen sich die Luftdämonen wiegten und ihre Tänze ausführten. Das war das Studium, dem Homer oblag, als er insbesondere den Hexameter zur höchsten Blüte entfaltete, denn der ist aus dem Zusammenhange des Menschen mit der Welt herausgeboren.
Cite:
GA 216/1922-09-22/p022 · edition original