Siebenter Vortrag

GA 216/1922-09-30/p009 ·1922-09-30 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

An das Denken, das die Menschheit gegenwärtig hat, geht eigentlich auf das Tote hin. Für das lebendige Denken, das einmal vorhanden war, ist vorläufig gar kein Verständnis vorhanden. Das intellektualistische Denken, das die Menschheit namentlich seit der Mitte des 14. Jahrhunderts betreibt, das ist ein Leichnam. Deshalb ist dieses Denken auch so sehr bestrebt, sich nur auf die tote Natur zu beschränken, das Mineralreich kennenzulernen. Und man möchte auch die Pflanzen, man möchte die Tiere, man möchte den Menschen selber nur nach den mineralisch-physikalisch-chemischen Kräften studieren, weil man nur dieses tote Denken, diesen Gedankenleichnam handhaben will, den der rein intellektualistische Mensch mit sich herumschleppt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/216/1922-09-30/p009.json
Cite: GA 216/1922-09-30/p009 · edition original