Siebenter Vortrag

GA 216/1922-09-30/p019 ·1922-09-30 · original (original)
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Wenn Sie das, was ich jetzt gesagt habe, erfassen, dann bekommen Sie eine Idee vom Geist. Denn denken Sie sich alles das, was ich Ihnen jetzt gesagt habe: Dieses, daß eigentlich die ganze Pflanze ein Blatt ist, in verschiedener Art gestaltet, das ist ganz gewiß nicht körperlich zu fassen. Da müssen Sie etwas geistig fassen, das sich in der verschiedensten Weise verändert. Es ist Geist, der im Pflanzenreich lebt. Und wir können weitergehen, wir können, wie gesagt, eine Pflanze nehmen, die es gut hat, die also in der richtigen Weise ihren Samen in die Erde versetzt bekommt, dann wiederum zur richtigen Zeit die schwache Frühlingssonne hat, dann die Sonne des Hochsommers, dann wiederum an der schwächer werdenden Sonne den Samen entwickeln kann. Aber nehmen wir an, die Pflanze wird in solche Naturverhältnisse versetzt, daß sie gar nicht Zeit hat, eine Wurzel zu entwickeln, auch keinen vernünftigen Stamm, keine vernünftigen Blätter, sondern daß sie alles das, was sonst eben in den Blumenblättern sich entwickelt, ganz furchtbar rasch und undeutlich entwickeln muß, weil sie gar nicht Zeit hat, das alles so schnell auszubilden. Da wird es ein Schwamm, ein Pilz.

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Cite: GA 216/1922-09-30/p019 · edition original