Siebenter Vortrag

GA 216/1922-09-30/p025 ·1922-09-30 · original (original)
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Aber in bezug auf den ganzen Menschen ist eben Goethe doch nicht sehr weit damit gekommen, weil es ihm nicht gelungen ist, von seiner Metamorphoseidee zur wirklichen Imagination zu gelangen. Kommt man aber zur wirklichen Imagination und von da aus zur Inspiration, Intuition, dann ergibt sich einem die Einheit noch viel bedeutsamer. Und ich habe auch schon hinweisen können, wie sich diese Einheit am Menschen ergibt, wenn man den Metamorphosegedanken richtig faßt. Da muß man von demselben Gesichtspunkte, von dem aus Goethe in der Blüte der Dikotyledonenpflanzen, indem er sie immer einfacher und einfacher, verworrener und verworrener dachte, den Pilz sah, den Menschenkopf studieren, wie er heute uns entgegentritt; dann kann man ihn als eine Metamorphose des übrigen Skeletts denken.

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