Die Erlebnisse Des Menschen Im Ätherischen Kosmos

GA 218/1922-12-07/p009 ·1922-12-07 · original (original)
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Der Mensch, der hier auf der Erde lebt, öffnet seine Sinne der physischen Welt. Er nimmt, indem er in sich hineinblickt, sein Denken, sein Fühlen und sein Wollen in einer gewissen Weise wahr. Was er durch seine Sinne wahrnimmt und zu seinem Seeleninhalt macht, das nennt er seine irdische Umgebung. Beachten Sie, daß, indem wir als Erdenmenschen in dieser physischen Umgebung stehen, wir eigentlich recht gut bekannt sind mit dem, was wir die Außenwelt, die natürliche Außenwelt nennen, soweit sie in unserem Horizonte liegt, daß wir aber im Grunde genommen durch das unmittelbare Bewußtsein recht wenig bekannt sind mit dem, was - sogar oft physisch — innerhalb unserer eigenen Wesenheit liegt. Der Mensch lernt wohl durch eine äußere Wissenschaft seine inneren Organe kennen, aber eben erst dann, wenn er diese inneren Organe auf dem Seziertische oder dergleichen zu äußeren Wesen macht. Durch ein In-sich-Hineinschauen kann der Mensch seine Lungen, sein Herz und so weiter mit der gewöhnlichen Erkenntnis ja nicht kennenlernen. Wir lernen unsere inneren Organe höchstens fühlen, wahrnehmen, wenn sie krank sind. Im gesunden Zustande nimmt der Mensch sein Inneres eigentlich nicht wahr. Er lebt in seinem Inneren, er hat es an sich tätig. Aber gerade indem er darin lebt, gewissermaßen in ihm steckt und es selber ist, nimmt er es nicht so wahr, wie die Außenwelt, die er eben nicht selbst ist.

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