Vierter Vortrag
Man könnte manchmal über diese Dinge grotesk reden; dann sieht es fast komisch aus, aber die Dinge sind sehr ernst gemeint. So erlebt der Mensch tatsächlich, wie ich einmal hier habe schildern können, eigentlich Nachbilder des Kosmos. Dadurch ist er immer versucht, aus dem Schlaf heraus zum Beispiel sich ein anderes Antlitz zu geben. Würde das, was nicht zum Bewußtsein kommt, zum Bewußtsein des Menschen kommen, so würde er fortwährend sein Gesicht ändern wollen, weil ihn dieses Gesicht, das er hat, fortwährend wieder an frühere Erdenleben, an Sünden in früheren Erdenleben erinnert. Es ist im Menschen am Morgen vor dem Aufwachen schon ein starker Drang vorhanden, mit dem physischen Leib so etwas zu machen, wie wenn man ihm Kleider anzieht. Wer Kenntnis davon hat, muß bewußt darauf Verzicht leisten, sonst würde er ganz und gar in Unordnung kommen, er würde fortwährend seinen ganzen Organismus ändern wollen, insbesondere, wenn dieser Organismus nach irgendeiner Richtung nicht ganz gesund ist und dergleichen.
Cite:
GA 219/1922-12-15/p015 · edition original