IV. Erdenwissen und Himmelserkenntnis. Der Mensch als Bürger Des Universums Und Der Mensch als Erdeneremit
Aber anfühlen muß man diesem von Goethe so schön gezeichneten Verhältnisse des Faust zum Erdengenius, daß der Erdengenius allmählich immer verständlicher werden wird für den Menschen, daß er immer mehr und mehr in deutlichen Konturen dem Menschen offenbar wird, wenn der Mensch aus der Aktivität seiner eigenen Seele, aus der Aktivität seines eigenen Geistes sich offenbaren läßt, was in den Himmeln ist. Früher haben die Himmel dem Menschen geoffenbart, was er für die Erde wissen mußte; jetzt wendet sich der Mensch an die Erde, weil die Erde ja doch ein Geschöpf der Himmel ist. Und lernt man den Genius oder die Genien kennen, die auf der Erde ihre Wohnsitze aufgeschlagen haben, dann lernt man dennoch die Dinge über die Himmel kennen.
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GA 221/1923-02-09/p033 · edition original