IV. Erdenwissen und Himmelserkenntnis. Der Mensch als Bürger Des Universums Und Der Mensch als Erdeneremit

GA 221/1923-02-09/p034 ·1923-02-09 · original (original)
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Das war ja auch das Verfahren, das zum Beispiel eingeschlagen wurde in meinem Buche «Die Geheimwissenschaft im Umriß». Da wurde alles im Innern des Menschen befragt, was es zu sagen hat. Da wurde eigentlich so recht viel geholt aus dem Geist der Erde. Aber der Geist der Erde spricht über die Saturnzeit, über die Sonnenzeit, über die Mondenzeit der Erde, über die Jupiterzeit, Venuszeit. Der Geist der Erde spricht einem von dem, was er in seinem Gedächtnis von dem Universum bewahrt hat. Einstmals hat man den Blick hinausgewendet in die Himmelsweiten, um sich für die Erde aufzuklären, jetzt senkt man den Blick hinein in die menschliche Eigenwesenheit, hört auf dasjenige hin, was der Erdengeist in der menschlichen Natur aus dem Weltgedächtnisse zu sagen hat, und bekommt durch das Verstehen des Genius der Erde die makrokosmische Erkenntnis. Man dürfte heute natürlich, wenn man der Geisteswissenschaft, der Geisteserkenntnis eine richtige Bedeutung beilegt, das Gespräch des Faust mit dem Erdgeist nicht mehr so darstellen, wie es Goethe dargestellt hat, obwohl es zu seiner Zeit genial war, es so darzustellen.

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