VIII. Moralische Antriebe Und Physische Wirksamkeit Im Menschenwesen Das Erfassen Eines Geistesweges
Der moralische Wert drückt sich im astralischen Leibe dadurch aus, daß dieser Teil des astralischen Leibes ein schönes Antlitz nach innen wendet, wenn unegoistische Handlungen, altruistische Impulse im Menschen leben, und einen häßlichen Gesichtsausdruck nach innen wendet, wenn egoistische, böse Impulse im Menschen leben. So daß ein Geist, der in dem [astralischen] Menschen drinnen liest, genau ebenso nach dieser Physiognomie beurteilen kann, ob ein Mensch gut oder böse ist, wie man den Menschen nach anderen Eigenschaften an seinem Mienenspiel beurteilen kann. Das alles steht nicht im gewöhnlichen Bewußtsein, aber es ist unweigerlich da. Es gibt keine Möglichkeit, daß die Unehrlichkeit nicht tief in diesen Menschen hineingeht. Man könnte sich einen abgefeimten Schurken denken, der sein ganzes Gesichtsmienenspiel, das, was nach außen geht, in seiner Gewalt hätte, der das unschuldigste Gesicht von der Welt hätte, indem er die schurkischesten Impulse entfaltet; aber in dem, was da in seinem astralischen Leibe ist und ihm nach innen eine Physiognomie, eine Mimik gibt, da kann er nicht unredlich sein, da macht er sich in dem Momente zum Teufel, wo er eben seine unmoralischen Motive hat. Nach außen kann er unschuldig wie ein Kind schauen, nach innen hinein, in sich selber sieht er aus wie ein Teufel; und der reine Egoist schaut sein Herz mit teuflischem Grinsen an. Das ist einfach ebenso Gesetz, wie die Naturgesetze Gesetze sind.
Cite:
GA 221/1923-02-17/p024 · edition original