Unser Gedankenleben in Schlafen und Wachen und im nachtodlichen Dasein

GA 224/1923-06-21/p031 ·1923-06-21 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

So handelt es sich darum, daß wir wirklich in die Lage kommen, die physische Welt gerade dadurch zu begreifen, daß wir das Verhältnis dieser physischen Welt zur geistigen richtig ins Auge fassen können. Damit kommt man nicht aus, daß man sagt: Der physischen Welt liegt eine geistige zugrunde. - Da kommen Sie höchstens zu der Trivialvorstellung: Da steht der physische Mensch, und irgendwo schwimmt ein geistiges Urbild. - Da kommen Sie nicht zu einer Vorstellung des physischen Menschen. Sie können den physischen Menschen nur so verstehen, daß zu der einen Hälfte des Menschen die geistige Welt in einer ganz andern Beziehung steht als zu der andern Hälfte, und daß dazwischen ein von beiden nicht berührter Gleichgewichtspunkt ist, der die menschliche Freiheit bildet.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/224/1923-06-21/p031.json
Cite: GA 224/1923-06-21/p031 · edition original