XI. Die Traumeswelt als Eine Übergangsströmung Zwischen der Physisch-Natürlichen Welt und der Welt der Sittlichen Anschauungen

GA 225/1923-09-22_02/p034 ·1923-09-22 · original (original)
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Jedenfalls kann man sagen, diesem Experimentator rückte eine Welt, die sehr ähnlich ist der Welt des Traumes, an den Leib heran, und diese Welt ist auch ein Protest gegen den ganzen naturgesetzlichen Zusammenhang. Denn wie wäre der naturgesetzliche Zusammenhang gewesen? Nun, er hätte seine Flinte von der Schulter genommen, und nachdem er eine Elster geschossen, wäre unten eine Elster gewesen. Aber das alles zeigte sich nicht, sondern was ich Ihnen gekennzeichnet habe: wiederum ein Protest dieser Nachtseite der geistigen Welt, in die der Mann hineingestoßen war, gegen die Naturgesetzlichkeit. Und mindestens hätte sich der Mann doch selbst, wenn er beim Unterbewußten stehengeblieben wäre, sagen müssen: Wenn das alles da unten im Unterbewußten ist, dann protestiert mein Unterbewußtes gegen die Naturgesetze. - Denn was sagt ihm denn eigentlich dieses Unterbewußte? Ja, das zaubert ihm allerlei Dämonen vor und dergleichen, wie ich es beschrieben habe. Das sagt ihm etwas ganz anderes, als er sich über sich ausgedacht hat. Er müßte also mindestens daraus schließen: Wenn die Welt nur nach Naturgesetzen eingerichtet wäre, dann könnte es ja mein Inneres gar nicht geben, dann könnte ich als Mensch gar nicht existieren, denn wenn dieses Innere spricht, dann spricht es ganz anders als in Naturgesetzen. Zu dem Inneren des Menschen gehört also eine ganz andere Welt als diejenige Welt, über die die Naturgesetze ausgesponnen sind, eine Welt, die protestiert in ihrem Zusammenhange gegen die Naturgesetze.

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