Erste Schritte zur imaginativen Erkenntnis

GA 227/1923-08-19/p028 ·1923-08-19 · original (original)
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Es spielt eine durchaus passive Rolle in unserem ganzen menschlichen Erdenwesen. Man sei nur darüber vollständig ehrlich in der Selbstbeobachtung. Vom Aufwachen bis zum Einschlafen gibt sich der Mensch der Außenwelt hin. Er läßt die Sinneseindrükke über sich kommen, und es verbinden sich mit den Sinneseindrücken Vorstellungen. Wir gehen von den Sinneseindrücken hinweg, oder die Sinneseindrücke gehen von uns hinweg. Es bleiben die Vorstellungen in der Seele. Sie verwandeln sich nach und nach in Erinnerungen. Aber, wie gesagt, wenn man ehrlich ist als Erdenmensch in der Selbstbeobachtung, dann wird man sich sagen müssen: in diesen Vorstellungen, die man da im gewöhnlichen Leben gewinnt, liegt eigentlich nichts anderes enthalten, als einzig und allein dasjenige, was von der Außenwelt, von der Sinnesbeobachtung in die Seele hereingekommen ist. Man suche nur einmal in ehrlicher, unbefangener Weise dasjenige auf, was man in der Seele trägt; irgendwo wird man finden, daß es durch einen äußeren Eindruck veranlaßt worden ist.

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Cite: GA 227/1923-08-19/p028 · edition original