Fünfter Vortrag

GA 229/1923-10-13/p008 ·1923-10-13 · original (original)
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Stellen wir das allerletzte Bild vor uns hin, wie ich es geschildert habe: wie für die Johanni-Impression, in dem webenden Sonnengolde sich seinen Leib aus goldigem Lichte webend, Uriel oben schwebt in den Höhen (Tafel V, rot). Man muß sich ihn vorstellen, wie ich Ihnen: sagte, mit ernst urteilendem Auge, denn diese Augen sind hingerichtet auf die Kristallsphäre der Erde, und er schaut, wie wenig die menschlichen Fehler angemessen sind der abstrakten, aber deshalb nicht minder glänzenden Schönheit desjenigen, was an Kristallisation unten in der Kristallsphäre der Erde vor sich geht. Das gibt ihm das ernst urteilende Auge, das nach abwärts gerichtet ist, vergleichend die menschlichen Fehler mit dem, was in den Kristallen der Erde wirkt und lebt. Und ich habe Ihnen davon gesprochen, wie die Gebärde des Uriel eine mahnende Gebärde ist, gewissermaßen ein an die Menschen gerichtetes Soll, das sie auffordert, wenn sie es verstehen, die Fehler in Tugenden zu verwandeln. Denn oben in den Wolken erscheinen die Schönheitsbilder, die aus dem Sonnengolde gewobenen Schönheitsbilder alles desjenigen, was die Menschen an Tugenden vollbringen.

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Cite: GA 229/1923-10-13/p008 · edition original