Zehnter Vortrag

GA 230/1923-11-09/p035 ·1923-11-09 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wenn man eine Gehirnkrankheit und die Möglichkeit der Heilung der Gehirnkrankheit kennt, dann hat man im Groben - das ist wieder nach anderer Art fein, selbstverständlich, aber in bezug darauf, daß es ein physischer Vorgang ist, sage ich «grob» — in der Behandlung des Gehirns das, was genau just ausgeführt werden muß in der pädagogischen Kunst. Daher ist es so, daß eigentlich, wenn man einmal ein wirkliches pädagogisches Seminar einrichtet, man auf der einen Seite den Lehrern Pathologisch-Therapeutisches beibringen müßte: da würden sie ihr Denken schulen erst an Anschaulicherem, weil mehr im Stoffe Wurzelndem, für das, was sie nun begreifen sollen in der eigentlichen Pädagogik. Und wiederum ist nichts nützlicher für die Therapie, namentlich für die Therapie der inneren Krankheiten, als wenn man weiß, wie das oder jenes in der pädagogischen Kunstbehandlung wirkt. Denn findet man die Brücke hinüber zum Stofflichen, so findet man gerade an der Art und Weise, wie man im Pädagogischen behandeln soll, auch das Heilmittel.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/230/1923-11-09/p035.json
Cite: GA 230/1923-11-09/p035 · edition original