Vierter Vortrag

GA 258/1923-06-13/p022 ·1923-06-13 · original (original)
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So kann man sagen: Der Mensch von heute — und es ist wirklich nicht etwa bloß der Mensch der oberen Zehntausend, sondern das sind die breitesten Schichten — wird in ein religiöses Leben eingeführt im Christentum, aber daneben auch in eine moderne Bildung. Nun leben die beiden, das Christentum und die moderne Bildung, in seiner Seele, und es stellt sich heraus, wenn es sich auch die Menschen nicht klarmachen, daß mit dem, was die intellektualistische Bildung gebracht hat, die christlichen Wahrheiten nicht bewiesen werden können. Es können die christlichen Wahrheiten damit nicht bewiesen werden. So lernt man von Kindheit auf heute das ganz Gewisse, daß zwei mal zwei vier ist, und daß man seine fünf Sinne nur darauf anwenden darf. Man lernt dieses ganz Gewisse, und man kommt darauf, wenn man sich an dieses ganz Gewisse halten will: dann geht es doch nicht, das Christentum an dieses ganz Gewisse heranzutragen.

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