Weihnachtsbetrachtung: Das Logos-Mysterium

GA 26/l20/p006 · original (original)

Der Mensch schaut nicht mehr das Menschenwesenhafte in dem göttlich-geistigen Kosmos; er schaut das Werk des Göttlich-Geistigen im Irdischen. Er schaut es zunächst nicht in der abstrakten Form, in der es heute geschaut wird: sinnlich-physische Wesen und Geschehnisse, die durch diejenigen abstrakten Ideen-Inhalte zusammengehalten werden, die man «Naturgesetze» nennt. Er schaut es als göttlich-geistiges Wesen. Dieses göttlich-geistige Wesen wogt auf und ab in allem, was er als Entstehen und Vergehen der tierischen Lebewesen, im Wachsen und Sprossen der Pflanzenwelt sieht, was er in Quell- und Flußtätigkeit, in Wind- und Wolkenbildung gewahr wird. All diese Wesenhaftigkeiten und Vorgänge um ihn herum sind ihm die Gebärden, die Taten, sind ihm die Sprache des Götterwesens, das der «Natur» zugrunde liegt.

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